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Produktinformationen |
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Produktname |
Amphotericin B |
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CAS-Nr. |
1397-89-3 |
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Summenformel |
C47H73NO17 |
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Molekulargewicht |
924.08 |
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Qualitätsstandard |
CEP/EP |
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Aussehen |
Gelbes bis oranges Pulver |
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COA |
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Prüfparameter |
Spezifikationen |
Ergebnisse |
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Aussehen |
Gelbes bis oranges Pulver |
Gelbes Pulver |
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Identifizierung |
Entspricht dem Standard; Absorption im Bereich von 240 bis 320 nm. |
Entspricht |
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Entspricht dem Standard; Absorption im Bereich von 320 bis 400 nm. |
Entspricht |
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Trocknungsverlust |
≤5.0% |
0.8% |
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Glührückstand |
≤0.5% |
0.2% |
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Grenze für Amphotericin A |
≤5 %, berechnet auf der Trockenbasis |
ND |
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Prüfung |
≤750μg/mg, berechnet auf der Trockenbasis |
1090μg/mg |
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Mikrobiologische Untersuchung |
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Gesamtkeimzahl (aerob) |
≤100 KBE/Gramm |
Entspricht |
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Salmonella-Arten |
Negativ |
Entspricht |
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Escherichia coli |
Negativ |
Entspricht |
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Bakterielle Endotoxine |
≤0,9 EU/mg |
Entspricht |
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Restlösemittel |
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Ethanol |
≤5000 ppm |
712 ppm |
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DMF |
≤6000 ppm |
2285 ppm |
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Aceton |
≤5000 ppm |
1128 ppm |
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Triethylamin |
≤2000 ppm |
ND |
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Schlussfolgerung |
Es entspricht der aktuellen USP |
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Verwendung |
Amphotericin B (AmB) ist ein Polyen- Antimykotikum, das in den 1950er Jahren entdeckt wurde. Es bleibt aufgrund seines einzigartigen Wirkmechanismus und seines breiten Spektrums eine Eckpfeilertherapie für lebensbedrohliche invasive Pilzinfektionen (IFD).
Ziel: Ergosterol der Pilzzellmembran.
Prozess: Bindet an Ergosterol und erzeugt transmembrane Poren.
Ergebnis: Austritt intrazellulärer Ionen (K⁺, Na⁺, Mg²⁺), was zu einer schnellen fungiziden (abtötenden) Aktivität führt.
Selektivitätsproblem: Es bindet auch schwach an Cholesterin von Säugetieren, was sein dosislimitierendes Toxizitätsprofil erklärt.
Amphotericin B deckt nahezu alle klinisch relevanten Pilzerreger ab:
✅ Hefen: Candida-Arten (hohe Empfindlichkeit).
✅ Kryptokokken: Cryptococcus neoformans.
✅ Schimmelpilze: Aspergillus-Arten.
✅ Mukormykose: Rhizopus- und Mucor-Arten (kritische Indikation).
✅ Endemische Pilze: Histoplasma, Coccidioides, Blastomyces.
Verglichen mit Azolen (z. B. Fluconazol, Voriconazol) und Echinocandinen (z. B. Caspofungin):
Merkmal
Amphotericin B ist die definitive Therapie in bestimmten Situationen mit hoher Sterblichkeit:
1. Mukormykose: Die einzige zuverlässige Erstlinientherapie. Azole und Echinocandine sind unwirksam.
2. Schwere Azol-resistente Candidiasis: Behält die Wirksamkeit, wenn Fluconazol versagt.
3. Empirische Therapie bei kritischer Erkrankung: Bietet die größtmögliche Abdeckung, wenn der Erreger unbekannt ist.
4. Schwere Leberfunktionsstörung: Bevorzugt, wenn eine Azol-Hepatotoxizität ein Anliegen ist.
1. Klassenbester für: Mukormykose, breitbandige empirische Abdeckung und Azol-resistente Infektionen.
2. Sicherheitsprofil: Minimale Arzneimittel-Wechselwirkungen; signifikantes Risiko für Nierentoxizität bei konventionellen Formulierungen (durch Lipidformulierungen verringert).
3. Einzigartiger Wert: Jahrzehntelange klinische Anwendung mit dauerhaft niedrigen Resistenzraten.